BGH, 21.07.2011 - IX ZR 185/10 - Anwendbarkeit der Regelungen über die Nachrangigkeit kapitalersetzender Gesellschafterdarlehen auf in anderen Mitgliedsstaaten der EU gegründete Kapitalgesellschaften

Bundesgerichtshof
Urt. v. 21.07.2011, Az.: IX ZR 185/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 21.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 23320
Aktenzeichen: IX ZR 185/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 04.12.2009 - AZ: 87 O 209/08

OLG Köln - 28.09.2010 - AZ: 18 U 3/10

Rechtsgrundlagen:

Art. 3 EuInsVO

Art. 4 EuInsVO

§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F.

§ 135 InsO a.F.

§ 32a GmbHG a.F.

Fundstellen:

BGHZ 190, 364 - 382

BB 2012, 14-18

DB 2011, 2140-2145

EWiR 2011, 643

GmbHR 2011, 1087-1093

GmbH-StB 2011, 329

GWR 2011, 451

IPRax 2012, 251-255

IWB 2012, 82

MDR 2011, 1263-1264

NJW 2011, 3784-3789

NJW-Spezial 2011, 726-727

NotBZ 2012, 272

NWB 2011, 3919

NWB direkt 2011, 1224

NZG 2011, 1195-1200

NZG 2011, 1222

NZG 2011, 1338

NZI 2011, 818-823

RIW/AWD 2011, 802-807

StuB 2012, 88

WM 2011, 1813-1818

WPg 2011, 1036

ZInsO 2011, 1792-1798

ZIP 2011, 5

ZIP 2011, 1775-1781

Amtlicher Leitsatz:

EuInsVO Art. 3, 4; InsO § 39 Abs. 1 Nr. 5 a.F., § 135 a.F.; GmbHG § 32a a.F.

Die Regelungen über die Nachrangigkeit kapitalersetzender Gesellschafterdarlehen nach § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. finden auf Kapitalgesellschaften, über deren Vermögen in Deutschland das Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden ist, auch dann Anwendung, wenn diese in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gegründet worden sind.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 21. Juli 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
den Richter Vill, die Richterin Lohmann,
die Richter Dr. Fischer und Dr. Pape
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 28. September 2010 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

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