BGH, 21.07.2011 - IX ZB 64/10 - Möglichkeit der Anfechtung eines Beschlusses der Gläubigerversammlung bzgl. der Beantragung der Aufhebung der Eigenverwaltung im Verfahren nach § 78 Abs. 1 InsO

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 21.07.2011, Az.: IX ZB 64/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 21478
Aktenzeichen: IX ZB 64/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Hagen - 14.09.2009 - AZ: 103 IN 44/09

LG Hagen - 12.03.2010 - AZ: 3 T 477/09

Fundstellen:

BB 2011, 2050

DB 2011, 2546

DStR 2011, 1912-1913

EWiR 2011, 651

KSI 2011, 280-281

MDR 2011, 1138-1139

NJW-RR 2011, 1547-1549

NJW-Spezial 2011, 598

NZG 2011, 1104

NZI 2011, 760-762

WM 2011, 1607-1609

ZBB 2011, 409

ZInsO 2011, 1548-1550

ZIP 2011, 1622-1624

Amtlicher Leitsatz:

InsO § 78 Abs. 1, § 272 Abs. 1 Nr. 1

Der Beschluss der Gläubigerversammlung, die Aufhebung der Eigenverwaltung zu beantragen, kann nicht im Verfahren nach § 78 Abs. 1 InsO angefochten werden.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
die Richter Raebel, Dr. Pape, Grupp und
die Richterin Möhring
am 21. Juli 2011
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Hagen vom 12. März 2010 wird auf Kosten des weiteren Beteiligten zu 2 mit der Maßgabe als unzulässig verworfen, dass seine sofortige Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts Hagen vom 14. September 2009 als unzulässig verworfen wird.

Der Gegenstandswert des Verfahrens der Rechtsbeschwerde wird auf 7.806 EUR festgesetzt.

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