BGH, 21.03.2011 - AnwZ (B) 31/10 - Widerruf der Zulassung zur Anwaltschaft wegen Vermögensverfalls bei Eintragung eines Haftbefehls im Schuldnerverzeichnis

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 21.03.2011, Az.: AnwZ (B) 31/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14056
Aktenzeichen: AnwZ (B) 31/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Nordrhein-Westfalen - 18.12.2009 - AZ: 1 AGH 31/09

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Von einem Wideruf der Zulassung zur Anwaltschaft wegen Vermögensverfalls kann abgesehen werden, wenn sich die Die Vermögensverhältnisse des betroffenen Rechtsanwalts konsolidiert haben.
Dies ist jedenfalls dann nicht der Fall, wenn über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf,
die Richterinnen Roggenbuck und Lohmann,
den Rechtsanwalt Dr. Wüllrich und
die Rechtsanwältin Dr. Hauger
nach mündlicher Verhandlung
am 21. März 2011
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 1. Senats des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen vom 18. Dezember 2009 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert für das Beschwerdeverfahren wird auf 50.000 € festgesetzt.

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