BGH, 20.10.2010 - 2 StR 464/10 - Notwendigkeit einer Auseinandersetzung des Gerichts mit der Einbeziehungsfähigkeit früherer Verurteilungen eines Jugendlichen in den Urteilsgründen

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 20.10.2010, Az.: 2 StR 464/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 20.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 27664
Aktenzeichen: 2 StR 464/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Wiesbaden - 30.03.2010

Verfahrensgegenstand:

Schwerer Raub u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Liegen die Voraussetzungen des § 31 Abs 2, 3 JGG vor, muss sich das Gericht im Urteil regelmäßig mit diesen Vorschriften auch auseinandersetzen.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 20. Oktober 2010
gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten I. wird das Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 30. März 2010, soweit es diesen Angeklagten betrifft, im Strafausspruch mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben.

  2. 2.

    Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

  3. 3.

    Die weitergehende Revision wird als unbegründet verworfen.

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