BGH, 20.07.2011 - IV ZR 75/09 - Begrenzung der Vorleistungspflichthöhe eines Berufshaftplichtversicherers durch den Umfang des Regressanspruchs gegen den Vertrauensschadenversicherer; Wirksamkeit eines Deckungsausschlusses für mittelbare Schäden in von den Notarkammern abgeschlossenen Vertrauensschadenversicherungsverträgen

Bundesgerichtshof
Urt. v. 20.07.2011, Az.: IV ZR 75/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 22967
Aktenzeichen: IV ZR 75/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 06.02.2008 - AZ: 25 O 22194/06

OLG München - 27.02.2009 - AZ: 25 U 2690/08

BGH - 15.12.2010 - AZ: IV ZR 75/09

Fundstellen:

MDR 2011, 1172-1173

NJW 2011, 6

NJW 2011, 3648-3651 "Wirksamkeit einer Deckungsausschlussklausel für mittelbare Schäden"

r+s 2011, 427-430

RENOpraxis 2012, 10

VersR 2011, 1261-1264

WM 2011, 2239-2243

ZAP 2011, 1193

ZAP EN-Nr. 784/2011

Amtlicher Leitsatz:

BNotO §§ 19a Abs. 2, 67 Abs. 3 Nr. 3; AGBG § 9 Bk (BGB § 307 n.F. Bk)

  1. 1.

    Die Vorleistungspflicht des Berufshaftpflichtversicherers nach § 19a Abs. 2 Satz 2 BNotO ist der Höhe nach durch den Umfang des Regressanspruchs gegen den Vertrauensschadenversicherer begrenzt.

  2. 2.

    Der Deckungsausschluss für mittelbare Schäden in § 4 Ziff. 3 der von den Notarkammern gemäß § 67 Abs. 3 Nr. 3 Satz 1 BNotO abgeschlossenen Vertrauensschadenversicherungsverträge ist nach § 9 AGBG (= § 307 BGB n.F.) unwirksam.

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf,
die Richterin Harsdorf-Gebhardt,
die Richter Dr. Karczewski, Lehmann und
die Richterin Dr. Brockmöller
auf die mündliche Verhandlung vom 20. Juli 2011
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 25. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 27. Februar 2009 im Umfang der Zulassung der Revision aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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