BGH, 20.01.2011 - IX ZR 8/10 - Anfechtbarkeit einer Leistung zur Abwendung der Zwangsvollstreckung als inkongruente Deckung; Aufforderung des Gläubigers zur umgeheden Leistung unter Ankündigung der Zwangsvollstreckung ohne eine letzte Fristsetzung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 20.01.2011, Az.: IX ZR 8/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10427
Aktenzeichen: IX ZR 8/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Chemnitz - 31.07.2009 - AZ: 4 O 2245/08

OLG Dresden - 02.12.2009 - AZ: 13 U 1279/09

Fundstellen:

DB 2011, 468-470

DStR 2011, 631

EWiR 2011, 227

MDR 2011, 512

NJW-RR 2011, 628-629

NJW-Spezial 2011, 246-247

NZI 2011, 140-141

WM 2011, 369-371

WuB 2011, 349-350

ZAP 2011, 348-349

ZAP EN-Nr. 232/2011

ZInsO 2011, 423-425

ZIP 2011, 385-387

ZVI 2011, 222-224

Amtlicher Leitsatz:

InsO § 131 Abs. 1 Nr. 1

Die Leistung zur Abwendung der Zwangsvollstreckung kann auch dann als inkongruente Deckung anfechtbar sein, wenn der Gläubiger unter Ankündigung der Zwangsvollstreckung zur umgehenden Leistung auffordert, ohne eine letzte konkrete Frist zu setzen (Ergänzung zu BGH, ZInsO 2003, 611).

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 20. Januar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
den Richter Raebel,
die Richter Dr. Pape, Grupp und
die Richterin Möhring
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 2. Dezember 2009 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.

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