BGH, 20.01.2010 - VIII ZR 50/09 - Unangemessene Benachteiligung bei formularmäßiger Übertragung der Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen bzgl. der bestimmten Vorgabe; Wirksamkeit der Abwälzung der Schönheitsreparaturen insgesamt bei einer unwirksamen Klausel

Bundesgerichtshof
Urt. v. 20.01.2010, Az.: VIII ZR 50/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 10880
Aktenzeichen: VIII ZR 50/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Berlin-Schöneberg - 24.04.2008 - AZ: 102 C 192/06

LG Berlin - 27.01.2009 - AZ: 63 S 215/08

Rechtsgrundlage:

§ 307 Abs. 1 BGB

Fundstellen:

BBB 2010, 52

DWW 2010, 100

ImmWert 2010, 51

Info M 2010, 111

JurBüro 2010, 388

JZ 2010, 223

MDR 2010, 564

MietRB 2010, 98-99

MK 2010, 63-64

NJ 2010, 9

NJ 2010, 5

NJW 2010, 8

NJW-RR 2010, 666-667 ""nur weiß""

NJW-Spezial 2010, 322

NWB 2010, 329-330

NWB direkt 2010, 111-112

NZM 2010, 236

RdW 2010, 487-488

WuM 2010, 142-143

WuM 2010, 466

ZAP EN-Nr. 250/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZGS 2010, 102 (Pressemitteilung)

ZMR 2010, 512-513

Amtlicher Leitsatz:

Bei formularmäßiger Übertragung der Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen wird der Mieter durch die Vorgabe, Fenster und Türen "nur weiß" zu streichen, unangemessen benachteiligt. Dies führt zur Unwirksamkeit der Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter insgesamt.

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 20. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
die Richterin Dr. Milger,
die Richter Dr. Achilles und Dr. Schneider sowie
die Richterin Dr. Fetzer
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil der Zivilkammer 63 des Landgerichts Berlin vom 27. Januar 2009 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.

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