BGH, 19.11.2009 - III ZR 108/08 - Inhaltskontrolle eines trotz individueller Ausgestaltung eines in einem Emissionsprospekt einer Fondsgesellschaft abgedruckten Mittelverwendungskontrollvertrags

Bundesgerichtshof
Urt. v. 19.11.2009, Az.: III ZR 108/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.11.2009
Referenz: JurionRS 2009, 26994
Aktenzeichen: III ZR 108/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 14.08.2007 - AZ: 23 O 16300/06

OLG München - 03.03.2008 - AZ: 21 U 4695/07

Fundstellen:

BGHZ 183, 220 - 227

BB 2010, 129

BB 2010, 65

BFH/NV 2010, 1231

BKR 2010, 38-40

DB 2009, 2778-2780

DStRE 2010, 513-515

EBE/BGH 2009, 410-412

EWiR 2010, 139

GWR 2010, 37

MDR 2010, 146-148

NJW 2010, 1277-1279

NWB 2010, 176-177

NWB direkt 2010, 62-63

NZG 2010, 186-188

VersR 2010, 918-920

WM 2009, 2363-2365

WPg 2010, 257

WPK Magazin 2010, 42-44

WuB 2010, 267-269

ZAP EN-Nr. 145/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZBB 2010, 58

ZGS 2010, 80-82

ZIP 2009, 2446-2449

Amtlicher Leitsatz:

Der im Emissionsprospekt einer Fondsgesellschaft abgedruckte Mittelverwendungskontrollvertrag, der als ein dem Schutz der Anleger dienender Vertrag zugunsten Dritter ausgestaltet ist, unterliegt auch dann der Inhaltskontrolle nach dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn er zwischen der Fondsgesellschaft (Versprechensempfänger) und dem als Mittelverwendungskontrolleur eingesetzten Wirtschaftsprüfer (Versprechender) individuell ausgehandelt wurde.

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 1. Oktober 2009
durch
den Vizepräsidenten Schlick und
die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Hucke und Tombrink
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Kläger wird das Urteil des 21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 3. März 2008 im Kostenpunkt - mit Ausnahme der Kostenentscheidung zu Lasten des Beklagten zu 2 - und insoweit aufgehoben, als die gegen den Beklagten zu 1 gerichtete Klage abgewiesen worden ist.

Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsrechtszugs, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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