BGH, 19.10.2010 - VI ZR 124/09 - Schadensersatzansprüche eines Treugebers gegen den Geschäftsführer eines Treuhandkommanditisten i.R.e. vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung wegen mangelnder Informierung über das aufsichtsrechtliche Vorgehen der Bundesanstalt für Finanzleistungen (BaFin)

Bundesgerichtshof
Urt. v. 19.10.2010, Az.: VI ZR 124/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 27609
Aktenzeichen: VI ZR 124/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Köln - 26.03.2009 - AZ: 7 U 168/08

LG Köln - 29.07.2008 - AZ: 37 O 1029/07

Rechtsgrundlagen:

§ 278 BGB

§ 826 BGB

Fundstellen:

BB 2010, 3033

DB 2010, 2665-2667

DStR 2011, 85-87

GWR 2010, 601

MDR 2011, 34-35

VersR 2010, 1659-1660

WM 2010, 2256-2258

WuB 2012, 531-532

ZAP 2011, 10

ZAP EN-Nr. 5/2011

ZBB 2011, 83

ZIP 2010, 2458-2460

Amtlicher Leitsatz:

Der Geschäftsführer einer Treuhandkommanditistin haftet dem Treugeber nicht ohne weiteres wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung, wenn er ihn nicht über ein aufsichtsrechtliches Vorgehen der Bundesanstalt für Finanzleistungen (BaFin) informiert (Bestätigung von OLG Köln, Urteil vom 26. März 2009 - I-7 U 188/08, GWR 2009, 350; gegen OLG München, Urteile vom 16. September 2008 - 5 U 2503/08, EWiR 2008, 747; vom 18. November 2008 - 5 U 2856/08, WM 2009, 651; vom 4. Dezember 2008 - 17 U 2763/08, [...]).

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 20. Juli 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 26. März 2009 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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