BGH, 19.06.2009 - V ZR 93/08 - Maßgebliche Anspruchsgrundlage für den Ersatz von Nutzungsausfallschaden im Falle eines am Vertrag festhaltenden Käufers einer mangelhaften Sache; Ersatzfähigkeit unter den Voraussetzungen von § 280 Abs. 1 BGB oder § 280 Abs. 2 BGB mit seiner Verweisung auf die Verzugsvoraussetzungen; Ursächlichkeit der Schlechterfüllung eines Kaufvertrages über ein bebautes Grundstück für einen geltend gemachten Nutzungsausfallschaden

Bundesgerichtshof
Urt. v. 19.06.2009, Az.: V ZR 93/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 17334
Aktenzeichen: V ZR 93/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 09.10.2007 - AZ: 3 O 2307/06

OLG München - 31.03.2008 - AZ: 21 U 5231/07

nachgehend:

BGH - 14.01.2010 - AZ: V ZR-(5) 93/08

Fundstellen:

ASR 2009, 3

BauR 2009, 1585-1589

BauR 2009, 1637

BauSV 2009, 75-76

BB 2009, 1593

BB 2009, 1939-1942

BGHReport 2009, 1143-1145

DAR 2009, 643-645

DNotI-Report 2009, 134

EBE/BGH 2009, 252-255

EWiR 2009, 731

GuT 2009, 170-173

Info M 2010, 31

JA 2009, 819-820

JurBüro 2009, 612-613

JuS 2009, 863-864

Life&Law 2009, 649-654 (Volltext mit amtl. LS)

MDR 2010, 254

MDR 2009, 1030

NJ 2009, 426

NJW 2009, 2674-2677

NZBau 2009, 715-718

NZM 2009, 619-621

RÜ 2009, 557-560

SVR 2009, 459

VersR 2010, 488-491

VRA 2009, 145

VRS 2009, 69-74

WM 2009, 1986-1990

ZAP EN-Nr. 560/2009

ZfIR 2009, 859-863

ZGS 2009, 416-419

ZIP 2009, 2249-2253

ZNotP 2009, 395-398

Amtlicher Leitsatz:

Den infolge der Lieferung einer mangelbehafteten Sache entstandenen Nutzungsausfallschaden kann der am Vertrag festhaltende Käufer nach §§ 437 Nr. 3, 280 Abs. 1 BGB ersetzt verlangen.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 19. Juni 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger und
die Richter Dr. Klein, Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Roth
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 31. März 2008 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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