BGH, 19.04.2011 - II ZR 237/09 - Minderheitsaktionär hat keinen Anspruch auf Ausgleichszahlung für ein Geschäftsjahr bei vorheriger Eintragung des Beschlusses über die Übertragung der Aktien auf den Hauptaktionär ins Handelsregister; Anspruch eines Minderheitsaktionärs auf Zahlung eines festen Ausgleichs für ein Geschäftsjahr nach Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf einen Hauptaktionär; Entstehung eines Anspruchs auf Zahlung eines jährlichen festen Ausgleichs als regelmäßig wiederkehrender Anspruch mit dem Ende der jeweiligen ordentlichen Hauptversammlung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 19.04.2011, Az.: II ZR 237/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.04.2011
Referenz: JurionRS 2011, 17136
Aktenzeichen: II ZR 237/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 16.05.2008 - AZ: 3-5 O 357/07

OLG Frankfurt am Main - 29.09.2009 - AZ: 5 U 69/08

BGH - 15.03.2011 - AZ: II ZR 237/09

nachgehend:

BVerfG - 05.12.2012 - AZ: 1 BvR 1577/11

Fundstellen:

BGHZ 189, 261 - 274

AG 2011, 175

AG 2011, 514-517

BB 2011, 1089 (Pressemitteilung)

BB 2011, 1473

BB 2011, 1742-1744

BewertungsPraktiker 2011, 22-24

DB 2011, 16-17 (Pressemitteilung)

DB 2011, 1385-1389

DStR 2011, 1237

EWiR 2011, 449

GmbHR 2011, 181

GWR 2011, 282

Konzern 2011, 290-294

MDR 2011, 1053-1054

MDR 2011, 13

NJW 2011, 6

NJW-RR 2011, 1119-1123

NJW-Spezial 2011, 431

NWB 2011, 1431

NWB direkt 2011, 507

NZG 2011, 1040

NZG 2011, 5

NZG 2011, 701-704

StBW 2011, 426 (Pressemitteilung)

StBW 2011, 710-711

StuB 2011, 395

WM 2011, 1137-1141

WPg 2011, 503 (Pressemitteilung)

WPg 2011, 796

WuB 2011, 523-524

ZAP EN-Nr. 723/2011

ZAP 2011, 1133

ZBB 2011, 291

ZCG 2011, 279

ZIP 2011, 5

ZIP 2011, 1097-1101

Amtlicher Leitsatz:

AktG § 304 Abs. 1; § 327 b; BGB § 101

  1. a)

    Ein Minderheitsaktionär hat weder ganz noch teilweise einen Anspruch auf Zahlung des festen Ausgleichs für ein Geschäftsjahr, wenn der Beschluss, die Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär zu übertragen, vor dem Entstehen des Anspruchs auf die Ausgleichszahlung in das Handelsregister eingetragen wird.

  2. b)

    Der Anspruch auf die Zahlung des jährlichen festen Ausgleichs entsteht als regelmäßig wiederkehrender Anspruch jedes Jahr mit dem Ende der auf ein Geschäftsjahr folgenden ordentlichen Hauptversammlung der abhängigen Gesellschaft neu, soweit im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugunsten der außenstehenden Aktionäre nichts anderes vereinbart ist.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 19. April 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann und
die Richterin Caliebe sowie
die Richter Dr. Drescher, Born und Sunder
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 29. September 2009 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

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