BGH, 19.04.2011 - II ZB 25/10 - Ein Sacheinlagenverbot gilt nicht für eine den Betrag des Mindestkapitals erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 19.04.2011, Az.: II ZB 25/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 19.04.2011
Referenz: JurionRS 2011, 15959
Aktenzeichen: II ZB 25/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Hamburg - 12.11.2010 - AZ: 11 W 78/10

Fundstellen:

BGHZ 189, 254 - 261

BB 2011, 1550-1552

BB 2011, 1345

DB 2011, 6

DB 2011, 1216-1218

DNotI-Report 2011, 86

DNotZ 2011, 705-708

DStR 2011, 988-990

EBE/BGH 2011, 170-171

EWiR 2011, 349

FGPrax 2011, 191-192

GmbHR 2011, 699-701

GmbH-StB 2011, 199-200

GWR 2011, 232

KÖSDI 2011, 17491

MBP 2011, 129

MDR 2011, 737-739

MittBayNot 2011, 413-414

NJW 2011, 8

NJW 2011, 1881-1883

NJW-Spezial 2011, 367

NotBZ 2011, 254

NWB 2011, 1856

NZG 2011, 664-666

NZI 2011, 547-549

Rpfleger 2011, 515-517

StX 2011, 383-384

UBB 2011, 17-18

WM 2011, 984-986

WPg 2011, 643

WuB 2011, 531

ZInsO 2011, 1021-1023

ZIP 2011, 955-957

ZNotP 2011, 275-277

Amtlicher Leitsatz:

GmbHG § 5a

Das Sacheinlagenverbot nach § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG gilt für eine den Betrag des Mindestkapitals nach § 5 Abs. 1 GmbHG erreichende oder übersteigende Erhöhung des Stammkapitals einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nicht.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 19. April 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann,
den Richter Dr. Strohn,
die Richterinnen Caliebe und Dr. Reichart sowie
den Richter Sunder
beschlossen:

Tenor:

Auf die Rechtsbeschwerde der Antragstellerin werden der Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, 11. Zivilsenat, vom 12. November 2010 und der Beschluss des Amtsgerichts Hamburg - Registergericht - vom 17. August 2010 aufgehoben.

Das Registergericht wird angewiesen, über die Anmeldung der Antragstellerin vom 16. März 2010 unter Beachtung der Rechtsauffassung des Senats neu zu entscheiden.

Der Geschäftswert wird auf 24.500 € festgesetzt.

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