BGH, 19.01.2010 - VI ZB 36/08 - Anspruch eines Rechtsanwalts auf erhöhte Gebühr nach Nr. 1008 Vergütungsverzeichnis Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG-VV) bei Tätigwerden für eine im Wege des Direktanspruchs mitverklagte Partei und zugleich für diese als Streithelferin einer anderen Partei

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 19.01.2010, Az.: VI ZB 36/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 19.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 10291
Aktenzeichen: VI ZB 36/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Darmstadt - 06.03.2008 - AZ: 3 O 16/06

OLG Frankfurt am Main - 15.05.2008 - AZ: 12 W 43/08

Rechtsgrundlage:

Nr. 1008 RVG-VV

Fundstellen:

AGS 2010, 166-167

AnwBl 2010, 295

BRAK-Mitt 2010, 183

FamRZ 2010, 554

JurBüro 2010, 247

JZ 2010, 288

MDR 2010, 354-355

Mitt. 2010, 493 "Klagefrist nach selbständigem Beweisverfahren"

NJW 2010, 1377-1378

NJW-Spezial 2010, 316

r+s 2010, 394

RENOpraxis 2010, 80

RVGreport 2010, 100-101

VersR 2010, 496-497

VRA 2010, 41

ZAP EN-Nr. 243/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

zfs 2010, 166-167

Amtlicher Leitsatz:

Wird ein Rechtsanwalt für eine im Wege des Direktanspruchs mitverklagte Partei und zugleich für diese als Streithelferin einer anderen Partei tätig, steht ihm keine erhöhte Gebühr nach Nr. 1008 RVG-VV zu.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 19. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Zoll, Wellner,
die Richterin Diederichsen und
den Richter Stöhr
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde der Beklagten zu 3 gegen den Beschluss des 12. Zivilsenats in Darmstadt des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 15. Mai 2008 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.

Beschwerdewert: 358,15 EUR

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