BGH, 18.11.2011 - V ZR 31/11 - Ermittlung der in einem Erbbaurechtsbestellungsvertrag vereinbarten wertsichernden Klausel durch ergänzende Vertragsauslegung zur Feststellung einer Erhöhung des Erbbauzinses

Bundesgerichtshof
Urt. v. 18.11.2011, Az.: V ZR 31/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 29382
Aktenzeichen: V ZR 31/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Lübeck - 01.04.2010 - AZ: 28 C 8/09

LG Lübeck - 22.12.2010 - AZ: 14 S 155/10

Fundstellen:

BGHZ 191, 336 - 344

DWW 2012, 55-58

GuT 2011, 404-406

Info M 2012, 72

JurBüro 2012, 218

MDR 2012, 86-87

NJ 2012, 5-6

NJ 2012, 204-205

NJW 2012, 526-528

NJW 2011, 6-8

NWB 2012, 95

NWB direkt 2012, 33

NZM 2012, 166-168

RENOpraxis 2012, 36-37

WM 2012, 1080-1082

ZAP 2012, 200

ZAP EN-Nr. 116/2012

ZfIR 2012, 127-129

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 157 D, 242 Bb; ErbbauVO §§ 9, 9a aF

Erfüllt die in einem Erbbaurechtsbestellungsvertrag vereinbarte wertsichernde Klausel ab einem bestimmten Zeitpunkt ihren Zweck nicht mehr, ist im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung zu ermitteln, was die Vertragspartner nach Treu und Glauben für diesen Fall vereinbart hätten; führt die Auslegung zu keinem Ergebnis, kommt die Erhöhung des Erbbauzinses wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage in Betracht. In beiden Fällen sind nicht die seit Vertragsabschluss, sondern die seit der letzten aufgrund der Klausel vorgenommenen Erhöhung geänderten Verhältnisse maßgebend (Fortführung von Senat, Urteil vom 3. Juli 1981 - V ZR 100/80, BGHZ 81, 135 und Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220).

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Prof. Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Dr. Stresemann und den Richter Dr. Czub für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil der 14. Zivilkammer des Landgerichts Lübeck vom 22. Dezember 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen

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