BGH, 18.08.2010 - 2 StR 295/10 - Drohung mit der Zündung einer sich angeblich in einer verschlossenen Sporttasche befindlichen Bombe als sonstiges Werkzeug oder Mittel i.S.v. § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b Strafgesetzbuch (StGB)

Bundesgerichtshof
Urt. v. 18.08.2010, Az.: 2 StR 295/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.08.2010
Referenz: JurionRS 2010, 22627
Aktenzeichen: 2 StR 295/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Kassel - 10.03.2010

Fundstellen:

JuS 2011, 757

Kriminalistik 2011, 621

NStZ 2011, 278

StRR 2010, 403 (red. Leitsatz)

Verfahrensgegenstand:

Schwere räuberische Erpressung u.a.

Redaktioneller Leitsatz:

Wird bei einer Erpressung ein Gegenstand verwendet, der vom Täter täuschend als "Bombe" bezeichnet wird, wobei für einen objektiven Beobachter die Gefährlichkeit überhaupt nicht einzuschätzen ist, liegt eine Strafbarkeit nach § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB vor.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs
hat in der Sitzung vom 18. August 2010,
an der teilgenommen haben:
Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Rissing-van Saan und
die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Schmitt, Dr. Eschelbach,
die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Ott,
für Recht erkannt:

Tenor:

  1. 1.

    Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kassel vom 10. März 2010 wird verworfen.

  2. 2.

    Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

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