BGH, 18.08.2009 - VIII ZB 17/09 - Anrechnung einer Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr bei Nichtenstehung von Gebühren zwischen der erstattungsberechtigten Partei und ihrem Prozessbevollmächtigten

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 18.08.2009, Az.: VIII ZB 17/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 18.08.2009
Referenz: JurionRS 2009, 23107
Aktenzeichen: VIII ZB 17/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Chemnitz - 24.09.2008 - AZ: 1 O 1485/06

OLG Dresden - 27.01.2009 - AZ: 3 W 75/09

Fundstellen:

AGS 2009, 523-524

AnwBl 2009, 878-879

BGHR 2009, 1234-1235

FamRZ 2009, 1905

HRA 2009, 1-2

JurBüro 2010, 22-23

MDR 2009, 1417

NJW 2009, 3364-3365

PA 2010, 32-33

RENOpraxis 2010, 33

Rpfleger 2010, 49-50

RVG prof 2010, 23

RVG prof 2009, 199-200

RVGreport 2009, 433-434

VersR 2010, 685-687

VRR 2010, 77-78

ZAP EN-Nr. 765/2009

ZIP 2009, 2313-2314

Amtlicher Leitsatz:

Die Anrechnung einer Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr gemäß Teil 3, Vorbemerkung 3 Abs. 4 Satz 1 VV RVG kommt nicht in Betracht, wenn zwischen der erstattungsberechtigten Partei und ihrem Prozessesbevollmächtigten keine Geschäftsgebühr im Sinne von Nr. 2300 VV RVG entstanden ist, sondern sie ihrem Prozessbevollmächtigten für dessen vorprozessuales Tätigwerden ein von einzelnen Aufträgen unabhängiges Pauschalhonorar schuldet.

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 18. August 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterin Hermanns,
den Richter Dr. Achilles und
die Richterin Dr. Fetzer
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 27. Januar 2009 wird zurückgewiesen.

Der Kläger hat die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens zu tragen.

Beschwerdewert: 492,70 EUR.

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