BGH, 18.02.2010 - IX ZR 101/09 - Einordnung der Grundsteuer als öffentliche Last auf einem Grundstück; Recht des Inhabers einer öffentlichen Last auf einem Grundstück auf abgesonderte Befriedigung aus dem durch den Insolvenzverwalter im Wege der freihändigen Veräußerung erzielten Erlös

Bundesgerichtshof
Urt. v. 18.02.2010, Az.: IX ZR 101/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 14826
Aktenzeichen: IX ZR 101/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Gera - 11.04.2008 - AZ: 2 C 935/07

LG Gera - 22.04.2009 - AZ: 1 S 137/08

Fundstellen:

BFH/NV 2010, 1599

DStR 2010, 1995

EWiR 2010, 431

FStBW 2010, 799-801

FStNds 2012, 612-613

GK/Bay 2010, 457-460

GK/BW 2010, 241

GV/RP 2010, 658-659

ImmWert 2010, 34

JZ 2010, 381

KomVerw/B 2010, 419-420

KomVerw/LSA 2010, 419-420

KomVerw/MV 2010, 419-420

KomVerw/S 2010, 419-420

KomVerw/T 2010, 419-420

MDR 2010, 895-896

NJW-RR 2010, 1022-1024

NJW-Spezial 2010, 438-439

NVwZ-RR 2010, 535-537

NZI 2010, 9

NZI 2010, 482-483

NZI 2010, 7

NZI 2010, 34

WM 2010, 975-976

WuB 2010, 469-470

ZBB 2010, 255

ZfIR 2010, 434

ZInsO 2010, 914-915

ZIP 2010, 994-996

Amtlicher Leitsatz:

InsO § 49

Der Inhaber einer öffentlichen Last gemäß § 12 GrStG kann dann, wenn der Insolvenzverwalter das belastete Grundstück freihändig veräußert hat, keine abgesonderte Befriedigung aus dem Veräußerungserlös verlangen.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 18. Februar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser,
die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Pape
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Rechtsmittel des Beklagten werden das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Gera vom 22. April 2009 und das Urteil des Amtsgerichts Gera vom 11. April 2008 aufgehoben.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits werden der Klägerin auferlegt.

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