BGH, 18.01.2011 - VI ZR 325/09 - Anspruch des gegen einen Dritten gerichteten Schadensersatzanspruchs des arglistig getäuschten Käufers auf das "Erhaltungsinteresse"; Rechtfertigung der Besserstellung der Ansprüche des Käufers gegenüber den Ansprüchen des durch eine unerlaubte Handlung Geschädigten; Gleichbehandlung der Ansprüche aus Deliktsrecht und der Ansprüche aus Gewährleistungsrecht

Bundesgerichtshof
Urt. v. 18.01.2011, Az.: VI ZR 325/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10293
Aktenzeichen: VI ZR 325/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Wuppertal - 20.11.2008 - AZ: 17 O 469/00

OLG Düsseldorf - 21.10.2009 - AZ: I-19 U 8/09

Fundstellen:

BGHZ 188, 78 - 85

DAR 2011, 199

EBE/BGH 2011, 62-63

EWiR 2011, 237

GWR 2011, 94

JA 2011, 468-469

JR 2012, 109-111

JurBüro 2011, 331

Life&Law 2011, 297-302

MDR 2011, 359-360

NJ 2011, 216

NJW 2011, 6

NJW 2011, 1962-1964

r+s 2011, 178-180

RÜ 2011, 205-206

StX 2011, 158-159

VersR 2011, 398-400

WM 2011, 468-470

ZAP 2011, 287

ZAP EN-Nr. 173/2011

zfs 2011, 325-327

ZGS 2011, 187-189

ZIP 2011, 529-531

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 249 E, § 823 F

Der gegen einen Dritten gerichtete Schadensersatzanspruch des arglistig getäuschten Käufers gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB ist darauf gerichtet, so gestellt zu werden, wie er stünde, wenn die Täuschung nicht erfolgt wäre (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 25. November 1997 - VI ZR 402/96).

- - 2

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 18. Januar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 21. Oktober 2009 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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