BGH, 17.12.2009 - IX ZB 175/08 - Zwangsgeldfestsetzung gegen einen unentschuldigt fern bleibenden Insolvenzverwalter bei einem vom Insolvenzgericht angeordneten Termin

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 17.12.2009, Az.: IX ZB 175/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 17.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 29494
Aktenzeichen: IX ZB 175/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Göttingen - 16.06.2008 - AZ: 74 IN 11/01

LG Göttingen - 03.07.2008 - AZ: 10 T 73/08

Rechtsgrundlage:

§ 98 InsO

Fundstellen:

BB 2010, 194

MDR 2010, 466

NZI 2010, 146-147

NZI 2010, 16

WM 2010, 227-228

ZInsO 2010, 132-133

ZIP 2010, 190-191

ZVI 2010, 268-269

Amtlicher Leitsatz:

Bleibt der Insolvenzverwalter einem vom Insolvenzgericht angeordneten Termin zu seiner Anhörung unentschuldigt fern, kann gegen ihn nur Zwangsgeld festgesetzt werden. Eine Inhaftnahme ist unzulässig.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Prof. Dr. Kayser, Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Fischer und Grupp
am 17. Dezember 2009
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 10. Zivilkammer des Landgerichts Göttingen vom 3. Juli 2008 wird auf Kosten des weiteren Beteiligten zu 2 als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 5.000 EUR festgesetzt.

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