BGH, 17.11.2011 - V ZB 58/11 - Notwendigkeit einer vollständigen Bezeichnung des einzutragenden Rechts im Urteil bei Verurteilung einer Partei zur Bewilligung der Eintragung eines beschränkten dinglichen Rechts in das Grundbuch

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 17.11.2011, Az.: V ZB 58/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 17.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 31069
Aktenzeichen: V ZB 58/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Frankfurt am Main - 07.02.2011 - AZ: 20 W 59/11

Fundstellen:

DWW 2012, 238

FGPrax 2012, 50-51

GuT 2012, 266-268

JuS 2012, 753

MDR 2012, 87-88

NJ 2012, 5

NJW 2012, 530-531 "keine Auslegung des Urteilstenors"

NJW 2012, 6

NJW-Spezial 2012, 131

NotBZ 2012, 93-94

Rpfleger 2012, 196-197

WM 2012, 1007-1009

WuM 2012, 37-38

ZfIR 2012, 105

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 133 E; ZPO § 894; GBO § 19

  1. a)

    Ein Urteil, das den Beklagten dazu verurteilt, die Eintragung eines beschränkten dinglichen Rechts in das Grundbuch zu bewilligen, muss das einzutragende Recht vollständig bezeichnen.

  2. b)

    Das Grundbuchamt kann im Wege der Auslegung des Urteilstenors den Mangel fehlender Bestimmtheit der Entscheidung - wie eine fehlende Festlegung des Typs des einzutragenden dinglichen Rechts - nicht beheben.

(Zwst.Hadamar)

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Prof. Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Dr. Stresemann und den Richter Dr. Czub beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 7. Februar 2011 wird auf Kosten der Beteiligten zu 1 zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert für das Verfahren der Rechtsbeschwerde wird auf 3.000 € festgesetzt.

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