BGH, 16.12.2011 - V ZR 52/11 - Pflicht eines die Zwangsversteigerung nicht betreibenden Grundschuldgläubigers zur Geltendmachung nicht angefallener Grundschuldzinsen im Zwangsversteigerungsverfahren

Bundesgerichtshof
Urt. v. 16.12.2011, Az.: V ZR 52/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 33557
Aktenzeichen: V ZR 52/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 10.05.2010 - AZ: 2/5 O 322/09

OLG Frankfurt am Main - 17.12.2010 - AZ: 19 U 157/10

Fundstellen:

BGHZ 192, 131 - 139

BKR 2012, 153-155

DNotZ 2012, 440-445

GWR 2012, 111

JR 2013, 101-104

MDR 2012, 308-309

MittBayNot 2012, 405-407

NJ 2012, 467

NJ 2012, 250-251

NJW 2012, 686-688

NotBZ 2012, 172

NZI 2012, 5

NZI 2012, 289-291

Rpfleger 2012, 269-271

WM 2012, 301-303

WuB 2012, 329-330

ZfIR 2012, 319-322

ZIP 2012, 896

ZNotP 2012, 156-158

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 1191

Der die Zwangsversteigerung nicht betreibende Grundschuldgläubiger ist nicht aufgrund des durch die Sicherungsabrede begründeten Treuhandverhältnisses mit dem Schuldner verpflichtet, nicht angefallene Grundschuldzinsen in dem Zwangsversteigerungsverfahren geltend zu machen.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 16. Dezember 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, den Richter Dr. Lemke, die Richterin Dr. Stresemann, den Richter Dr. Czub und die Richterin Weinland

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 17. Dezember 2010 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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