BGH, 16.09.2009 - VIII ZR 275/08 - Berechtigung des Mieters zur Mietminderung aufgrund öffentlichrechtlicher Nutzungsbeschränkungen vermieteter Wohnräume; Einrechnung von Wohnfläche als Beschaffenheit der Mietsache

Bundesgerichtshof
Urt. v. 16.09.2009, Az.: VIII ZR 275/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 23106
Aktenzeichen: VIII ZR 275/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG München - 12.03.2008 - AZ: 414 C 28869/07

LG München I - 08.10.2008 - AZ: 14 S 5934/08

Fundstellen:

BauR 2009, 1943

BBB 2010, 60

BGHR 2009, 1185-1186

DWW 2010, 38

GK/Bay 2010, 235-237

GK/BW 2010, 186-189

GuG aktuell 2009, 47

Info M 2009, 367

Info M 2009, 366

MDR 2009, 1383-1384

MietPrax-AK, § 536 BGB Nr. 26

MietRB 2009, 346-347

MK 2009, 201

NJW 2009, 3421

NJW-Spezial 2009, 723

NotBZ 2010, 50

NZM 2009, 814-815

RdW 2010, 187-188

WuM 2009, 661-662

ZAP EN-Nr. 734/2009

ZGS 2009, 488-489

ZMR 2010, 101-102

ZNotP 2009, 437-438

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Öffentlichrechtliche Nutzungsbeschränkungen vermieteter Wohnräume berechtigen den Mieter nicht zur Mietminderung, wenn deren Nutzbarkeit mangels Einschreitens der zuständigen Behörden nicht eingeschränkt ist.

  2. b)

    Haben die Parteien eine bestimmte Wohnfläche als Beschaffenheit der Mietsache vereinbart, sind die Flächen von Räumen, die nach dem Vertrag zu Wohnzwecken vermietet sind (hier: ausgebautes Dachgeschoss), bei der Wohnflächenermittlung unabhängig davon mit einzurechnen, ob sie bei einer Flächenberechnung nach den Bestimmungen der Zweiten Berechnungsverordnung als Wohnraum anzurechen sind (Fortführung von BGH, Urteil vom 23. Mai 2007 - VIII ZR 231/06, NJW 2007, 2624, Tz. 13).

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 16. September 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterin Dr. Milger,
den Richter Dr. Achilles und
die Richterin Dr. Fetzer
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Kläger gegen das Urteil des Landgerichts München I, 14. Zivilkammer, vom 8. Oktober 2008 wird zurückgewiesen.

Die Kläger haben die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.

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