BGH, 16.09.2009 - 2 StR 328/09 - Herabsetzen einer Freiheitsstrafe wegen Verstoßes gegen § 39 Strafgesetzbuch (StGB)

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.09.2009, Az.: 2 StR 328/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 22574
Aktenzeichen: 2 StR 328/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 12.03.2009

Verfahrensgegenstand:

Vergewaltigung u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Kann den Grundsätzen der Gesamtstrafenbildung nur entsprochen werden, wenn von § 39 StGB abgewichen wird, ist die zu bildende Gesamtfreiheitsstrafe nicht nur nach Jahren und Monaten, sondern auch nach Wochen zu bemessen.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 16. September 2009
gemäß §§ 349 Abs. 2 und 4, 354 Abs. 1 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 12. März 2009, soweit es ihn betrifft, im Strafausspruch dahin geändert, dass er wegen Vergewaltigung zu einer Einzelfreiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten und unter Einbeziehung der Strafe aus dem Strafbefehl des Amtsgerichts Regensburg vom 24. Oktober 2008 (24 Cs 125 Js 2244/08) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren, fünf Monaten und einer Woche verurteilt ist.

  2. 2.

    Die weitergehende Revision wird verworfen.

  3. 3.

    Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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