BGH, 16.09.2009 - 2 StR 311/09 - Voraussetzungen des zeitlichen Umfangs einer nachträglichen Gesamtstrafenbildung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.09.2009, Az.: 2 StR 311/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 22638
Aktenzeichen: 2 StR 311/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bonn - 09.04.2009

Fundstelle:

NStZ-RR 2010, 23

Verfahrensgegenstand:

Vergewaltigung

Redaktioneller Leitsatz:

Will das Gericht einen Adhäsionsantrag (im Übrigen) zurückweisen, hat es (insoweit) von einer Entscheidung abzusehen.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers
am 16. September 2009
gemäß § 349 Abs. 2 und 4, § 354 Abs. 1 b Satz 1 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bonn vom 9. April 2009 im Ausspruch über die Gesamtstrafe mit der Maßgabe aufgehoben, dass eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung über die Gesamtstrafe nach den §§ 460, 462 StPO zu treffen ist.

  2. 2.

    Die weitergehende Revision wird verworfen.

  3. 3.

    Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsmittels bleibt dem für das Nachverfahren nach §§ 460, 462 StPO zuständigen Gericht vorbehalten.

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