BGH, 16.09.2009 - 2 StR 233/09 - Vorliegen gebotener Gesamtwürdigung wesentlicher Umstände durch das Strafgericht bei Nichtbeachtung der geringen Folgen einer Tat und einer Gewaltanwendung im unteren Bereich bei Begehung dieser Tat

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.09.2009, Az.: 2 StR 233/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.09.2009
Referenz: JurionRS 2009, 22579
Aktenzeichen: 2 StR 233/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Gera - 16.02.2009

Fundstelle:

NStZ-RR 2010, 9

Verfahrensgegenstand:

Sexuelle Nötigung u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Zu den nach § 56 Abs. 2 StGB zu berücksichtigenden Faktoren gehören auch solche, die schon für die Prognose nach dessen Abs. 1 von Belang sein können.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 16. September 2009
gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO
beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Gera vom 16. Februar 2009 im Strafausspruch mit den Feststellungen aufgehoben.

  2. 2.

    Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Jugendkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

  3. 3.

    Die weitergehende Revision wird verworfen.

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