BGH, 16.06.2011 - X ZR 123/10 - Voraussetzungen für die Geltendmachung von Entschädigungsleistungen für eine über 7 Stunden verspätete Ankunft am Zielort aufgrund eines unverschuldet verpassten Anschlussfluges

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.06.2011, Az.: X ZR 123/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.06.2011
Referenz: JurionRS 2011, 21544
Aktenzeichen: X ZR 123/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Düsseldorf - 03.02.2010 - AZ: 25 C 10071/09

LG Düsseldorf - 20.08.2010 - AZ: 22 S 41/10

nachgehend:

BGH - 17.09.2013 - AZ: X ZR 123/10

Rechtsgrundlagen:

Art. 2 Buchst. j VO 261/2004/EG

Art. 4 Abs. 3 VO 261/2004/EG

Art. 7 Abs. 1c VO 261/2004/EG

Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 16. Juni 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Meier-Beck,
die Richterin Mühlens,
die Richter Gröning und Dr. Bacher und
die Richterin Schuster
beschlossen:

Tenor:

  1. I.

    Das Verfahren wird ausgesetzt.

  2. II.

    Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Art. 267 AEUV zur Auslegung von Art. 6 und Art. 7 der Verordnung (EG) 261/2004 des Parlaments und des Rates über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91 vom 11. Februar 2004 (ABl. EG L 46 vom 17. Februar 2004 S. 1 ff.) folgende Frage vorgelegt:

    Steht dem Fluggast eine Ausgleichszahlung nach Art. 7 der Verordnung zu, wenn sich der Abflug um eine Zeitspanne verzögert hat, die unterhalb der in Art. 6 Abs. 1 der Verordnung definierten Grenzen liegt, die Ankunft am letzten Zielort aber mindestens drei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit erfolgt?

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