BGH, 16.06.2011 - VII ZB 12/09 - Zur Kompensation der Behinderung und zur Eingliederung in das öffentliche Leben erforderlicher Pkw eines gehbehinderten Schuldners unterliegt nicht der Pfändung; Pfändbarkeit des Pkws eines gehbehinderten Schuldners bei Erforderlichkeit der Benutzung zur Kompensation der Behinderung und zur Eingliederung in das öffentliche Leben

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.06.2011, Az.: VII ZB 12/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.06.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19375
Aktenzeichen: VII ZB 12/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Lindau - 01.10.2008 - AZ: 1 M 1669/08

LG Kempten - 19.01.2009 - AZ: 43 T 2427/08

Fundstellen:

AuR 2012, 44

AUR 2012, 44

BtPrax 2011, 212-214

DGVZ 2011, 185-187

EBE/BGH 2011, 259-260

FoVo 2011, 237

InsbürO 2011, 390-391

JurBüro 2011, 548-550

MDR 2011, 945-946

NJW 2011, 8

NJW-RR 2011, 1367-1368

NZV 2011, 594-595

RdW 2011, 561-562

RENOpraxis 2011, 252

Rpfleger 2011, 618-620

RÜ 2011, 569-572

VE 2011, 208-209

VuR 2012, 273

WM 2011, 1418-1420

ZAP 2011, 977

ZAP EN-Nr. 622/2011

ZInsO 2011, 1420-1422

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 811 Abs. 1 Nr. 12

Der Pkw eines gehbehinderten Schuldners unterliegt nicht der Pfändung, wenn die Benutzung des Pkw erforderlich ist, um die Gehbehinderung teilweise zu kompensieren und die Eingliederung des Schuldners in das öffentliche Leben wesentlich zu erleichtern (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 321/03, NJW-RR 2004, 789).

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 16. Juni 2011
durch
den Richter Dr. Kuffer,
die Richterin Safari Chabestari,
den Richter Dr. Eick,
den Richter Halfmeier und
den Richter Prof. Leupertz
beschlossen:

Tenor:

Auf die Rechtsbeschwerde des Schuldners wird der Beschluss der 4. Zivilkammer des Landgerichts Kempten (Allgäu) vom 19. Januar 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur erneuten Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Beschwerdegericht zurückverwiesen.

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