BGH, 16.02.2011 - IV ZB 23/09 - Reichweite der Verschwiegenheitspflicht des als Strafverteidiger tätig gewordenen Rechtsanwalts

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 16.02.2011, Az.: IV ZB 23/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 16.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 11068
Aktenzeichen: IV ZB 23/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Calw - 26.03.2009 - AZ: 4 C 596/08

LG Tübingen - 17.07.2009 - AZ: 5 T 112/09

LG Tübingen - 17.07.2009 - AZ: 5 T 113/09

Fundstellen:

AnwBl 2011, 396-397

BRAK-Mitt 2011, 90-91

DStR 2011, 13

KF 2011, 96-97

MDR 2011, 503-504

NJW 2011, 1077-1078

StraFo 2011, 155-156

StRR 2011, 155 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)

StV 2011, 298-299

StX 2011, 655

VersR 2011, 689-690

VRA 2011, 88

VRR 2011, 189

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 383 Abs. 1 Nr. 6; BRAO § 43a Abs. 2

Zur Reichweite der Verschwiegenheitspflicht des als Strafverteidiger tätig gewordenen Rechtsanwalts.

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf,
die Richter Wendt, Felsch, Lehmann und
die Richterin Dr. Brockmöller
am 16. Februar 2011
beschlossen

Tenor:

Auf die Rechtsmittel des Zeugen wird der Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Tübingen vom 17. Juli 2009 aufgehoben und das Zwischenurteil des Amtsgerichts Calw vom 26. März 2009 geändert.

Die Zeugnisverweigerung des Zeugen wird für berechtigt erklärt.

Der Kläger trägt die Kosten des Zwischenstreits.

Beschwerdewert: 2.000 EUR

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