BGH, 15.07.2011 - V ZR 171/10 - Berufung des Verkäufers auf den vereinbarten Haftungsausschluss bei fehlender Ursächlichkeit eines arglistig verschwiegenen Sachmangels für den Willensentschluss des Käufers

Bundesgerichtshof
Urt. v. 15.07.2011, Az.: V ZR 171/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 23909
Aktenzeichen: V ZR 171/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bielefeld - 19.01.2010 - AZ: 8 O 342/09

OLG Hamm - 08.07.2010 - AZ: I-22 U 40/10

Fundstellen:

BGHZ 190, 272 - 278

BB 2011, 2434

BB 2011, 2644

EBE/BGH 2011, 315-317

Info M 2011, 545

JA 2012, 64

JurBüro 2012, 50-51

JuS 2012, 354

Life&Law 2011, 857-861

MDR 2011, 1281-1282

MittBayNot 2012, 37-38

NJ 2011, 518

NJW 2011, 8

NJW 2011, 3640-3642

NotBZ 2011, 434-435

NWB 2011, 3345

NWB direkt 2011, 1057

NZM 2012, 132-134

RÜ 2011, 683-687

VersR 2012, 452

WM 2011, 1956-1958

WuB 2011, 747-748

WuM 2011, 646-648

ZAP 2011, 1079

ZAP EN-Nr. 675/2011

ZfIR 2011, 792-794

ZGS 2011, 508-510

ZIP 2011, 1872-1875

ZNotP 2011, 463-465

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 437 Nr. 2, 3, § 444

Auch wenn ein arglistig verschwiegener Sachmangel für den Willensentschluss des Käufers nicht ursächlich war, ist dem Verkäufer die Berufung auf den vereinbarten Haftungsausschluss gemäß § 444 BGB verwehrt.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 15. Juli 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richterin Dr. Stresemann,
den Richter Dr. Roth und
die Richterinnen Dr. Brückner und Weinland
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Kläger wird das Urteil des 22. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 8. Juli 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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