BGH, 15.07.2010 - IX ZR 227/09 - Plichten eines bei einer Sozietät angestellten Rechtsanwaltes bei Übernahme eines erkennbar unter Inanspruchnahme von Prozesskostenhilfe zu führenden Mandates bzgl. des Gleichlaufs von Anwaltsmandat und Anwaltsbeiordnung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 15.07.2010, Az.: IX ZR 227/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.07.2010
Referenz: JurionRS 2010, 21147
Aktenzeichen: IX ZR 227/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Hamburg-Barmbek - 24.04.2009 - AZ: 811 A C 494/08

LG Hamburg - 17.11.2009 - AZ: 309 S 69/09

Fundstellen:

AnwBl 2010, 716-717

BRAK-Mitt 2010, 210

DB 2010, 2165-2166

HRA 2010, 11-12

MDR 2010, 1159

NJW 2011, 229-230 "Gleichlauf von Mandat und Beiordnung"

NJW-Spezial 2010, 671

RENOpraxis 2010, 224

VersR 2010, 1502-1503

WM 2010, 1718-1719

ZAP 2010, 939

ZAP EN-Nr. 611/2010

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 114; BGB § 675

Ein bei einer Sozietät angestellter Rechtsanwalt, der ein Mandat aquiriert und dabei erkennen kann, dass das Mandat unter Inanspruchnahme von Prozesskostenhilfe geführt werden soll, hat auf den Gleichlauf von Anwaltsmandat und Anwaltsbeiordnung hinzuwirken.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 15. Juli 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Raebel, Vill,
die Richterin Lohmann und
den Richter Dr. Pape
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil der Zivilkammer 9 des Landgerichts Hamburg vom 17. November 2009 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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