BGH, 14.12.2011 - 1 StR 501/11 - Anforderungen an die Beweiswürdigung hinsichtlich der Aussage eines Belastungszeugen im Falle des Stehens der Aussage des einzigen Belastungszeugen allein gegen die Aussage des Angeklagten; Revision gegen die Verurteilung eines Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 14.12.2011, Az.: 1 StR 501/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 14.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 32535
Aktenzeichen: 1 StR 501/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Stuttgart - 24.05.2011

Fundstelle:

NStZ-RR 2012, 148-150

Verfahrensgegenstand:

Gefährliche Körperverletzung

Redaktioneller Leitsatz:

In einem Fall, in dem Aussage gegen Aussage steht, müssen die Urteilsgründe erkennen lassen, dass das Tatgericht alle Umstände, welche die Entscheidung zugunsten oder zuungunsten des Angeklagten zu beeinflussen geeignet sind, erkannt, in seine Überlegungen einbezogen und auch in einer Gesamtschau gewürdigt hat.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 14. Dezember 2011, an der teilgenommen haben: Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof Nack und die Richter am Bundesgerichtshof Rothfuß, Hebenstreit, die Richterin am Bundesgerichtshof Elf, der Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Jäger, Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof als Vertreter der Bundesanwaltschaft, Rechtsanwalt , Rechtsanwalt , als Verteidiger des Angeklagten, Justizangestellte - bei der Verhandlung -, Justizangestellte - bei der Verkündung - als Urkundsbeamtinnen der Geschäftsstelle, für Recht erkannt:

Tenor:

  1. 1.

    Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 24. Mai 2011 wird verworfen.

  2. 2.

    Der Angeklagte hat die Kosten des Rechtsmittels und die dadurch der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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