BGH, 14.07.2011 - VII ZB 85/10 - Im Rechtsmittelverfahren vorzunehmende Beurteilung von noch nicht abgeschlossenen Sachverhalten zur "Monatsanfangsproblematik" des Pfändungsschutzkontos nach Rechtsänderung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 14.07.2011, Az.: VII ZB 85/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 14.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 21221
Aktenzeichen: VII ZB 85/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG St. Goar - 24.08.2010 - AZ: 8 M 903/10

LG Koblenz - 25.11.2010 - AZ: 2 T 674/10

Fundstellen:

FamRZ 2011, 1583

FoVo 2011, 211-212

GK/Bay 2011, 505-506

InsbürO 2012, 118

MDR 2011, 1138

NJ 2011, 5

NJW 2011, 8 ""Monatsanfangsproblematik""

NJW-RR 2011, 1433-1434 ""Monatsanfangsproblematik""

NWB 2011, 3592-3593

NWB direkt 2011, 1128-1129

Rpfleger 2011, 617-618

VE 2011, 168-169

VuR 2011, 390-392

WM 2011, 1565-1567

ZInsO 2011, 2145-2147

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 835 Abs. 4 Satz 1, § 850k Abs. 1

Die im Rechtsmittelverfahren vorzunehmende Beurteilung von noch nicht abgeschlossenen Sachverhalten zur "Monatsanfangsproblematik" des Pfändungsschutzkontos hat auch dann nach den durch das Zweite Gesetz zur erbrechtlichen Gleichstellung nichtehelicher Kinder, zur Änderung der Zivilprozessordnung und der Abgabenordnung vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 615 f.) geänderten § 835 Abs. 4 Satz 1, § 850k Abs. 1 ZPO zu erfolgen, wenn die Pfändung vor Inkrafttreten des Gesetzes stattgefunden hat.

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 14. Juli 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka,
den Richter Dr. Kuffer,
den Richter Bauner,
die Richterin Safari Chabestari und
den Richter Dr. Eick
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde der Gläubiger in dem Verfahren 8 M 903/10 gegen den Beschluss der 2. Zivilkammer des Landgerichts Koblenz 2 T 674/10 vom 25. November 2010 wird mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass dieser Beschluss und der Beschluss des Amtsgericht St. Goar vom 2. November 2010 aufgehoben werden und festgestellt wird, dass dem Schuldner der am 27. Oktober 2010 auf seinem Konto eingegangene Arbeitslohn in Höhe von 1.151,81 € bis zum 30. November 2010 zur Verfügung stehen musste.

Die Gläubiger tragen die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens.

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