BGH, 14.07.2009 - VIII ZR 295/08 - Anspruch einer Partei auf Ladung eines Sachverständigen zur Erläuterung seines schriftlichen Gutachtens; Verletzung des Anspruch auf rechtliches Gehör

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 14.07.2009, Az.: VIII ZR 295/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 14.07.2009
Referenz: JurionRS 2009, 19430
Aktenzeichen: VIII ZR 295/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Krefeld - 12.07.2006 - AZ: 11 O 151/04

OLG Düsseldorf - 10.10.2008 - AZ: I-22 U 16/07

Fundstellen:

AnwBl 2009, 804

AnwBl 2010, 6-7

BauR 2009, 1773-1774

BauR 2009, 1636

BauSV 2009, 79

BGHReport 2009, 1119-1120

DS 2009, 350-351

FamRZ 2009, 1747

GuG 2010, 121-122

GuG aktuell 2010, 7

GuT 2009, 323

IBR 2009, 619

Info M 2010, 348

MDR 2009, 1126

Mitt. 2009, 573 "Verfahrensrecht: Ladung des Sachverständigen"

NJW 2009, 3660

NJW-RR 2009, 1361-1362

PA 2009, 172

r+s 2011, 408

VersR 2010, 1240-1241

VRR 2009, 323

WuM 2009, 539-540

ZAP EN-Nr. 778/2009

Amtlicher Leitsatz:

Dem Antrag einer Partei auf Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung seines schriftlichen Gutachtens hat das Gericht grundsätzlich zu entsprechen, auch wenn es das schriftliche Gutachten für überzeugend hält und selbst keinen weiteren Erläuterungsbedarf sieht. Ein Verstoß gegen diese Pflicht verletzt den Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör und führt im Rahmen des § 544 Abs. 7 ZPO zur Aufhebung des Urteils und zur Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Berufungsgericht.

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 14. Juli 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterin Dr. Milger,
den Richter Dr. Achilles und
die Richterin Dr. Fetzer
beschlossen:

Tenor:

Auf die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten wird das Urteil des 22. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 10. Oktober 2008 aufgehoben.

Der Rechtsstreit wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Der Streitwert des Beschwerdeverfahrens wird auf 115.446,30 EUR festgesetzt.

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