BGH, 14.01.2010 - I ZR 88/08 - Identitätsschutz einer Marke nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 Markengesetz (MarkenG) nur bei Beeinträchtigungen der auch vom angegriffenen Zeichen benutzten Funktionen einer Marke; Annahme einer Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion allein aufgrund der Erkennbarkeit eines originalgetreu angebrachten Zeichens durch einen angesprochenen Verbraucher als Marke

Bundesgerichtshof
Urt. v. 14.01.2010, Az.: I ZR 88/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 14.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 18133
Aktenzeichen: I ZR 88/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

EuGH - 25.01.2007 - AZ: C-48/05

LG Nürnberg - 11.05.2007 - AZ: 4 HKO 4480/04

OLG Nürnberg - 18.03.2008 - AZ: 3 U 1240/07

OLG Nürnberg - 29.04.2008 - AZ: 3 U 1240/07

Rechtsgrundlagen:

§ 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG

Art. 5 Abs. 1 lit. a RL 104/89/EWG (MarkenRL)

Fundstellen:

BB 2010, 193-194 (Pressemitteilung)

BlPMZ 2010, 370

GRUR 2010, 726-729 "Opel-Blitz II"

GRUR-Prax 2010, 314

MarkenR 2010, 333-337 "Opel-Blitz II"

MDR 2010, 1138-1140 "Opel Blitz II"

Mitt. 2010, 442 "Opel-Blitz II"

WRP 2010, 1039-1043 "Markenrecht: Opel-Blitz II"

Verfahrensgegenstand:

Opel-Blitz II

Amtlicher Leitsatz:

MarkenG § 14 Abs. 2 Nr. 1

Im Rahmen des Identitätsschutzes der Marke nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG kommt es nur auf Beeinträchtigungen der Funktionen der Marke an, soweit sie für Waren oder Dienstleistungen eingetragen und benutzt wird, die mit denjenigen identisch sind, für die das angegriffene Zeichen benutzt wird.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 14. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Pokrant, Prof. Dr. Büscher, Dr. Bergmann und Dr. Kirchhoff
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg - 3. Zivilsenat - vom 29. April 2008 wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Revision einschließlich der Kosten des Streithelfers trägt die Klägerin.

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