BGH, 12.08.2009 - VIII ZR 254/08 - Deutlichmachung eines Verlangens nach sofortiger, unverzüglicher oder umgehender Leistung als eine Fristsetzung gemäß § 281 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Bundesgerichtshof
v. 12.08.2009, Az.: VIII ZR 254/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Versäumnisurteil
Datum: 12.08.2009
Referenz: JurionRS 2009, 22084
Aktenzeichen: VIII ZR 254/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Bochum - 19.02.2008 - AZ: 63 C 491/07

LG Bochum - 27.08.2008 - AZ: I - 9S 73/08

Fundstellen:

ASR 2009, 2

BauSV 2010, 79-80

BB 2009, 2153

BB 2009, 1817

BB 2009, 2337-2338

BGHReport 2009, 1240-1241

DAR 2009, 642-643

EBE/BGH 2009, 324-325

EWiR 2010, 13

GuT 2009, 327

IBR 2009, 644

JA 2010, 64

JZ 2010, 201-202

Life&Law 2009, 721-724 (Volltext mit amtl. LS)

MDR 2009, 1329

NJ 2009, 513-514

NJW 2009, 3153-3154

NJW-Spezial 2010, 429

NWB 2009, 3168

NWB direkt 2009, 1046

NZV 2010, 25-26

RdW 2009, 698-699

RÜ 2009, 681-682

SVR 2010, 138

VersR 2010, 639-640

VRA 2009, 164

VRR 2009, 322

VRR 2009, 421-422

VRS 2009, 257-259

WM 2009, 2188-2190

WuB 2010, 93-94

WuM 2009, 580-581

ZAP EN-Nr. 696/2009

ZfBR 2010, 46-47

zfs 2010, 27-29

zfs 2010, 486

ZGS 2009, 435-436 (Pressemitteilung)

ZGS 2009, 504-505

ZIP 2009, 2101-2102

Amtlicher Leitsatz:

Für eine Fristsetzung gemäß § 281 Abs. 1 BGB genügt es, wenn der Gläubiger durch das Verlangen nach sofortiger, unverzüglicher oder umgehender Leistung oder vergleichbare Formulierungen deutlich macht, dass dem Schuldner für die Erfüllung nur ein begrenzter (bestimmbarer) Zeitraum zur Verfügung steht; der Angabe eines bestimmten Zeitraums oder eines bestimmten (End-)Termins bedarf es nicht.

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 24. Juni 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
die Richterinnen Hermanns, Dr. Milger und Dr. Hessel sowie
den Richter Dr. Schneider
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil der 9. Zivilkammer des Landgerichts Bochum vom 27. August 2008 aufgehoben.

Der Rechtsstreit wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

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