BGH, 12.05.2011 - IX ZB 181/10 - Pfändungsschutz von privaten Versicherungen für die Altersvorsorge erstreckt sich nicht auf die für die Einzahlung erforderlichen Mittel des Schuldners; Reichweite des Pfändungsschutzes bzgl. der erforderlichen Mittel für eine private, zur Altersvorsorge abgeschlossene Versicherung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 12.05.2011, Az.: IX ZB 181/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 12.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 17347
Aktenzeichen: IX ZB 181/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Rosenheim - 28.05.2010 - AZ: 601 IK 334/09

LG Traunstein - 16.07.2010 - AZ: 4 T 2077/10

Fundstellen:

DB 2011, 7

DB 2011, 1390-1391

DGVZ 2012, 28-30

EBE/BGH 2011, 194-195

FamRZ 2011, 1224

FoVo 2011, 128-130

InsbürO 2011, 268-270

MDR 2011, 813-814

NJ 2011, 431

NJW 2011, 8 "Reichweite und Begriff des Ansammelns"

NJW-RR 2011, 1617-1618 "Begriff des "Ansammelns""

NWB 2011, 2273

NWB direkt 2011, 747

r+s 2011, 484-485

RENOpraxis 2011, 227

Rpfleger 2011, 534-535

SozSich 2011, 10

VE 2011, 130-132

VersR 2011, 1160-1161

VuR 2011, 316

WM 2011, 1180-1182

WuB 2011, 611-613

ZAP 2011, 866-867

ZAP EN-Nr. 554/2011

ZBB 2011, 292-293

ZInsO 2011, 1153-1154

ZIP 2011, 1235-1236

Amtlicher Leitsatz:

InsO § 36; ZPO § 850f Abs. 1 Buchst. b, § 851c

Der mit dem Gesetz zum Pfändungsschutz der privaten Altersvorsorge eingeführte Schutz bestimmter privater, zur Altersvorsorge abgeschlossener Versicherungen erstreckt sich nur auf das vom Versicherungsnehmer aufgebaute Deckungskapital und die nach Eintritt des Versicherungsfalls zu erbringenden Leistungen, nicht jedoch auf die für die Einzahlung erforderlichen Mittel des Schuldners.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
den Richter Vill,
die Richterin Lohmann,
den Richter Dr. Pape und
die Richterin Möhring
am 12. Mai 2011
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 4. Zivilkammer des Landgerichts Traunstein vom 16. Juli 2010 wird auf Kosten des Schuldners zurückgewiesen.

Der Wert des Beschwerdegegenstandes wird auf 7.200 € festgesetzt.

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