BGH, 12.05.2011 - AnwZ (B) 53/10 - Beschränkung der Anfechtbarkeit der Entscheidungen des Anwaltsgerichtshofs auf die Fälle der §§ 112c Abs. 1 BRAO, 152 Abs. 1 VwGO; Auswirken des Nichterscheinens eines Rechtsanwalts zum Termin vor dem Anwaltsgerichtshof trotz ordnungsgemäßer Ladung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 12.05.2011, Az.: AnwZ (B) 53/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 12.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19740
Aktenzeichen: AnwZ (B) 53/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH München - 27.08.2010 - AZ: BayAGH I-28/09

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Entscheidungen des Anwaltsgerichtshofs, die nicht Urteile oder Gerichtsbescheide sind, sind nach § 112c Abs. 1 BRAO i.V.m. § 152 Abs. 1 VwGO nur in den gesetzlich vorgesehenen Ausnahmefällen anfechtbar.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf,
die Richterin Roggenbuck,
den Richter Seiters sowie
die Rechtsanwälte Prof. Dr. Stüer und Dr. Martini
am 12. Mai 2011
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde des Klägers gegen den Beschluss des 1. Senats des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs vom 27. August 2010 wird als unzulässig verworfen.

Der Kläger hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen.

Der Streitwert wird auf 5.000 € festgesetzt.

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