BGH, 12.04.2011 - II ZR 197/09 - Ermächtigung zur gerichtlichen Geltendmachung von Ansprüchen wegen eines geplanten Einzugs von Ausgleichsansprüchen nach dem Beitritt etlicher weiterer Kommanditisten ist nichtig

Bundesgerichtshof
Urt. v. 12.04.2011, Az.: II ZR 197/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 12.04.2011
Referenz: JurionRS 2011, 16455
Aktenzeichen: II ZR 197/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 20.07.2006 - AZ: 403 O 78/06

OLG Hamburg - 19.06.2009 - AZ: 11 U 210/06

Rechtsgrundlagen:

§ 134 BGB

§ 426 Abs. 1 BGB

§ 426 Abs. 2 BGB

Art. 1 § 1 Abs. 1 RBerG

Fundstellen:

BB 2011, 1409

BB 2011, 1553-1555

DB 2011, 6

DB 2011, 1269-1271

DStR 2011, 1285

EWiR 2012, 155

HFR 2011, 1046-1047

ImmoStR 2012, 36

JurBüro 2011, 554

MDR 2011, 794-795

NJW 2011, 2581-2583

NWB 2011, 2441

NWB direkt 2011, 793

NZG 2011, 672-674

NZM 2011, 892-894

StBW 2011, 620-621

WM 2011, 1076-1078

WPg 2011, 795

ZIP 2011, 5

ZIP 2011, 1202-1204

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 134; RBerG Art. 1 § 1 Abs. 1

Wurde eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts von drei der ca. 200 Kommanditisten eines geschlossenen Immobilienfonds in Form einer Publikums-KG gegründet, um nach dem Beitritt weiterer sanierungsbereiter Kommanditisten der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen KG u.a. deren Ausgleichsansprüche aus § 426 Abs. 1 und 2 BGB gegen sanierungsunwillige Kommanditisten einzuziehen, so ist die in ihrem Gesellschaftsvertrag erteilte Ermächtigung zur gerichtlichen Geltendmachung dieser Ansprüche wegen Verstoßes gegen Art. 1 § 1 Abs. 1 RBerG gemäß § 134 BGB nichtig.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 12. April 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann,
die Richterin Caliebe und
die Richter Dr. Drescher, Born und Sunder
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des 11. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 19. Juni 2009 aufgehoben.

Auf die Berufung des Beklagten wird das Urteil der 3. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Hamburg vom 20. Juli 2006 abgeändert.

Die Klage wird als unzulässig abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Klägerin.

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