BGH, 11.11.2010 - V ZB 143/10 - Zusammenheften einer aus mehreren Teilen bestehenden Urkunde in fotokopierfähiger Weise als mögliche Pflicht eines Notars

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 11.11.2010, Az.: V ZB 143/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 11.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29276
Aktenzeichen: V ZB 143/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt an der Oder - 13.04.2010 - AZ: 19 T 59/10

Rechtsgrundlagen:

§ 15 Abs. 1 S. 1 BNotO

§ 44 BeurkG

§ 30 DONot

§ 29 Abs. 1 DONot

Fundstellen:

DB 2011, 237

DNotZ 2011, 543-545

EBE/BGH 2011, 11-12

FamRZ 2011, 214

FGPrax 2011, 92-93

MDR 2011, 200

MittBayNot 2011, 167-168

NJW 2011, 8

NJW-RR 2011, 641-642

NotBZ 2011, 97-99

RENOpraxis 2011, 57

WM 2011, 467-468

ZAP 2011, 81

ZAP EN-Nr. 59/2011

ZfIR 2011, 101-102

Amtlicher Leitsatz:

BNotO § 15; BeurkG § 44; DONot § 29, § 30

Der Notar ist nicht verpflichtet, eine aus mehreren Teilen bestehende Urkunde so zu heften, dass die Fotokopierfähigkeit der verbundenen Schriftstücke erhalten bleibt. Sind Teile der Urkunde lesbar, aber auf Grund der Heftung nicht kopierfähig, muss er die Urkunde nicht neu heften.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 11. November 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richter Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Roth und
die Richterin Dr. Brückner
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 9. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt (Oder) vom 13. April 2010 wird auf Kosten der Beteiligten zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 3.000 € festgesetzt.

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