BGH, 11.10.2011 - II ZR 242/09 - Haftung für einen ausstehenden Liquidationsfehlbetrag wegen des Erlangens der Stellung eines unmittelbaren Gesellschafters wegen einer Verzahnung zwischen Gesellschaftsvertrag und Treuhandvertrag

Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.10.2011, Az.: II ZR 242/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 11.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 28527
Aktenzeichen: II ZR 242/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 18.07.2008 - AZ: 29 O 783/08

OLG München - 16.09.2009 - AZ: 7 U 4297/08

Fundstellen:

BB 2011, 3009

BB 2012, 19-20

DB 2011, 2709-2713

DStR 2011, 2363

EWiR 2012, 79

GmbHR 2012, 5

GWR 2011, 569

ImmoStR 2012, 34

MDR 2012, 40-41

NJW-Spezial 2012, 47

NWB 2011, 4382

NWB direkt 2011, 1420

NZG 2011, 1432-1436

StuB 2012, 167

WM 2011, 2327-2331

WuB 2012, 277-279

ZBB 2012, 67

ZEV 2012, 142-143

ZIP 2011, 2299-2304

ZNotP 2012, 33-37

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 735; HGB § 105

Ist - wie bei Publikumsgesellschaften häufig - die mittelbare Beteiligung erst noch zu werbender Anleger und damit eine Verzahnung von Gesellschaft und Treuhand im Gesellschaftsvertrag von vornherein vorgesehen und sind im Hinblick darauf bestimmte Rechte und Pflichten der Anleger schon im Gesellschaftsvertrag geregelt, hat der Treugeber im Innenverhältnis die Stellung eines unmittelbaren Gesellschafters.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 11. Oktober 2011 durch den Richter Dr. Strohn, die Richterinnen Caliebe und Dr. Reichart und die Richter Born und Sunder für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 16. September 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an den 23. Zivilsenat des Berufungsgerichts zurückverwiesen.

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