BGH, 11.08.2010 - XII ZB 78/10 - Anordnung einer Betreuung trotz Verlangens einer psychosozialen, zeitweisen Unterstützung; Unterbringung des Betreuten in einer Einrichtung durch den Betreuer aufgrund eines Gutachtens des Gerichtes

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 11.08.2010, Az.: XII ZB 78/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 11.08.2010
Referenz: JurionRS 2010, 22155
Aktenzeichen: XII ZB 78/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Stade - 22.01.2010 - AZ: 9 T 9/10

LG Stade - 22.01.2010 - AZ: 9 T 13/10

Fundstellen:

BtPrax 2010, 279-280

FamRZ 2010, 1651

FuR 2010, 686

Redaktioneller Leitsatz:

Die Anordnung der Unterbringung nach § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB verlangt eine ernstliche und konkrete Gefahr für Leib oder Leben des Betroffenen, wobei die Anforderungen an die Voraussehbarkeit einer Selbsttötung oder einer erheblichen gesundheitlichen Eigenschädigung nicht überspannt werden dürfen.

Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 11. August 2010
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne,
den Richter Prof. Dr. Wagenitz,
die Richterin Dr. Vézina und
die Richter Dose und Schilling
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 9. Zivilkammer des Landgerichts Stade vom 22. Januar 2010 wird zurückgewiesen.

Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

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