BGH, 11.05.2010 - IX ZR 138/09 - Verfall und Einziehung des Wertersatzes als nachrangige Insolvenzforderungen und Nebenfolgen einer Straftat

Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.05.2010, Az.: IX ZR 138/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 11.05.2010
Referenz: JurionRS 2010, 17310
Aktenzeichen: IX ZR 138/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Offenburg - 15.08.2008 - AZ: 2 O 155/07

OLG Karlsruhe - 10.07.2009 - AZ: 14 U 107/08

Rechtsgrundlagen:

§ 73a StGB

§ 74c StGB

§ 8 WiStG

§ 39 Abs. 1 Nr. 3 InsO

§ 54 KO

Fundstellen:

BB 2010, 1609-1610

DB 2010, 9

InsbürO 2010, 316-318

MDR 2010, 954-955

NZI 2010, 6

NZI 2010, 607-609

NZI 2010, 9

VE 2010, 162-163

WM 2010, 1324-1327

ZBB 2010, 314

ZInsO 2010, 1183-1185

ZIP 2010, 1250-1253

Amtlicher Leitsatz:

Der Verfall des Wertersatzes (§ 73a StGB) und die Einziehung des Wertersatzes (§ 74c StGB) sind nachrangige Insolvenzforderungen, weil sie im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 3 InsO Nebenfolgen einer Straftat sind, die zu einer Geldzahlung verpflichten.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 11. Mai 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
den Richter Vill,
die Richterin Lohmann und
die Richter Dr. Fischer und Dr. Pape
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe, 14. Zivilsenat in Freiburg, vom 10. Juli 2009, ergänzt durch Urteil vom 8. September 2009, wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

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