BGH, 11.03.2010 - III ZR 178/09 - Anspruch auf Auszahlung der auf den Telefonkarten gespeicherten Guthabenbeträge nach deren Sperrung; Verjährung des Umtauschanspruchs der den Inhabern von bis Mitte Oktober 1998 von der Deutschen Telekom AG (vormals Deutsche Bundespost) ausgegebenen nicht mit einem Gültigkeitsvermerk versehenen Telefonkarten nach deren Sperrung; Störung des vertraglichen Äquivalenzinteresses bei Verweigerung des Umtausches von Telefonkarten drei Jahre nach ihrer Sperrung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.03.2010, Az.: III ZR 178/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 11.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 13481
Aktenzeichen: III ZR 178/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Köln - 03.06.2009 - AZ: 11 U 213/08

LG Bonn - 30.10.2008 - AZ: 18 O 80/08

OLG Köln - 03.06.2009 - AZ: 11 U 213/08

Rechtsgrundlagen:

Art. 229 § 6 Abs. 4 S. 1 EGBGB

§ 199 Abs. 2-4 BGB

§ 315 BGB

§ 346 S. 1 BGB a.F.

Fundstellen:

CR 2010, 451

EBE/BGH 2010, 132-134

ITRB 2010, 174

JZ 2010, 342

K&R 2010, 405-407

MDR 2010, 683-684

MMR 2010, 424-425

NJW 2010, 1956-1958

VersR 2010, 961-963

WM 2010, 775-777

ZAP EN-Nr. 342/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

Amtlicher Leitsatz:

Der Umtauschanspruch, der den Inhabern von bis Mitte Oktober 1998 von der Deutschen Telekom AG (vormals Deutsche Bundespost) ausgegebenen, nicht mit einem Gültigkeitsvermerk versehenen Telefonkarten nach deren Sperrung im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung eingeräumt wurde, verjährt nicht vor dem 1. Januar 2012 (Fortführung des Senatsurteils vom 24. Januar 2008 - III ZR 79/07 - WM 2008, 1886).

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 11. März 2010
durch
den Vizepräsidenten Schlick und
die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Hucke und Seiters
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 11. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 3. Juni 2009 wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsrechtszugs hat die Beklagte zu tragen.

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