BGH, 11.01.2011 - II ZR 187/09 - Anspruch von Anlegern einer Kommanditgesellschaft auf Auskunft über die Namen und Anschriften ihrer Mitanleger; Anspruch der Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts auf Auskunft über die Namen und Anschriften ihrer Mitgesellschafter

Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.01.2011, Az.: II ZR 187/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 11.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10241
Aktenzeichen: II ZR 187/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 09.03.2009 - AZ: 415 O 141/08

OLG Hamburg - 26.06.2009 - AZ: 11 U 75/09

Fundstellen:

BB 2011, 462-465

BB 2011, 385

DB 2011, 346-350

DStR 2011, 418-421

DStZ 2011, 260-261

EWiR 2011, 183

GWR 2011, 58

JuS 2011, 361

MDR 2011, 373-374

NJW 2011, 921-924

NJW-Spezial 2011, 144

NZG 2011, 276-279

StBW 2011, 280-281

StX 2011, 319

WM 2011, 317-321

WPg 2011, 496

WuB 2011, 329-330

ZAP 2011, 235-236

ZAP EN-Nr. 158/2011

ZCG 2011, 76-77

ZIP 2011, 322-326

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 705, 716; HGB § 161

Das Recht der Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Auskunft über die Namen und Anschriften ihrer Mitgesellschafter zu verlangen, steht auch Anlegern zu, die sich als Treugeber über eine Treuhandkommanditistin an einer Publikumsgesellschaft in Form einer Kommanditgesellschaft beteiligt haben, wenn die Anleger aufgrund der im konkreten Fall getroffenen vertraglichen Vereinbarungen im Innenverhältnis eine Innengesellschaft bürgerlichen Rechts bilden (Fortführung von BGH, Beschluss vom 21. September 2009 - II ZR 264/08, ZIP 2010, 27).

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 11. Januar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann und
die Richter Dr. Drescher, Born, Sunder und Dr. Nedden-Boeger
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Kläger wird das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, 11. Zivilsenat, vom 26. Juni 2009 aufgehoben.

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg, Kammer 15 für Handelssachen, vom 9. März 2009 wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Rechtsmittel trägt die Beklagte.

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