BGH, 10.11.2011 - VII ZB 64/10 - Monatliche Überweisung des unpfändbaren Betrags von einem Arbeitgeber auf ein Pfändungsschutzkonto eines Schuldners bei Pfändung des Arbeitseinkommens

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 10.11.2011, Az.: VII ZB 64/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 10.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 29366
Aktenzeichen: VII ZB 64/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Münster - 01.09.2010 - AZ: 33 M 931/08

LG Münster - 04.10.2010 - AZ: 5 T 564/10

Fundstellen:

BGHZ 191, 270 - 276

EBE/BGH 2011, 404-406

InsbürO 2012, 281

JurBüro 2012, 159-161

MDR 2012, 55-56

NJ 2012, 5

NJW 2012, 79-81 "vollstreckungsgerichtliche Festsetzung des Freibetrags"

NJW 2011, 8 "Vollstreckungsgerichtliche Festsetzung des Freibetrags"

NWB 2012, 14

NWB direkt 2012, 11

Rpfleger 2012, 213-215

VE 2012, 23-25

VuR 2012, 111-112

WM 2011, 2367-2369

WuB 2012, 71-73

ZBB 2012, 68

ZInsO 2012, 145-147

ZIP 2012, 399-400

ZVI 2011, 450-452

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 850k Abs. 4

Ist das Arbeitseinkommen des Schuldners gepfändet, wird daher auf ein Pfändungsschutzkonto des Schuldners vom Arbeitgeber monatlich nur der unpfändbare Betrag überwiesen und weicht dieser ständig in unterschiedlichem Maße von den Sockelbeträgen des § 850k Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und Abs. 3 ZPO ab, kann das Vollstreckungsgericht den Freibetrag gemäß § 850k Abs. 4 ZPO durch Bezugnahme auf das vom Arbeitgeber monatlich überwiesene pfändungsfreie Arbeitseinkommen festsetzen.

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka, den Richter Bauner, die Richterin Safari Chabestari, den Richter Dr. Eick und den Richter Halfmeier

beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde der Drittschuldnerin gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Münster vom 4. Oktober 2010 (Az.: 5 T 564/10) wird zurückgewiesen.

Die Drittschuldnerin hat die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens zu tragen.

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