BGH, 10.11.2010 - 5 StR 392/10 - Beschwer wegen der fehlenden Erwähnung eines versuchten schweren Kindesmissbrauchs in der Urteilsformel bei zusätzlicher Verurteilung wegen einer vollendeten Tat

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 10.11.2010, Az.: 5 StR 392/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 10.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29548
Aktenzeichen: 5 StR 392/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Potsdam - 01.06.2010

Verfahrensgegenstand:

Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Zwischen einem schweren Kindesmissbrauch im Wiederholungsfall (§ 176a Abs. 1 StGB) und einem versuchten schweren Kindesmissbrauch im Sinne des § 176a Abs. 2 StGB kann Tateinheit bestehen.

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 10. November 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Potsdam vom 1. Juni 2010 wird nach § 349 Abs. 2 StPO mit der Klarstellung als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes im Wiederholungsfall in Tateinheit mit versuchtem schweren Missbrauch eines Kindes und mit vorsätzlicher Körperverletzung sowie wegen Brandstiftung in zwei Fällen verurteilt ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dadurch der Nebenklägerin entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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