BGH, 10.10.2011 - AnwZ (Brfg) 9/11 - Notwendigkeit des Nachweises der persönlichen und weisungsfreien Bearbeitung von mindestens 20 rechtsförmlichen Verfahren im Referenzzeitraum von drei Jahren für den Erhalt des Fachanwalts für Erbrecht

Bundesgerichtshof
Urt. v. 10.10.2011, Az.: AnwZ (Brfg) 9/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 10.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 27793
Aktenzeichen: AnwZ (Brfg) 9/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Bayern - 14.01.2011 - AZ: BayAGH I - 8/10

Fundstellen:

AnwBl 2012, 89-91

BRAK-Mitt 2012, 28-30

NJW-RR 2012, 298-299

NJW-Spezial 2012, 30-31

Verfahrensgegenstand:

Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
auf die mündliche Verhandlung vom 10. Oktober 2011
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf,
die Richterin Lohmann,
den Richter Seiters sowie
die Rechtsanwälte Dr. Frey und Dr. Braeuer
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Berufung der Klägerin wird das am 14. Januar 2011 verkündete Urteil des 4. Senats des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs abgeändert:

Der Bescheid der Beklagten vom 5. Februar 2010 (FA ErbR 03/09) wird aufgehoben. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Bezeichnung "Fachanwältin für Erbrecht" zu verleihen.

Die Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

Der Streitwert wird auf 12.500 € festgesetzt.

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