BGH, 10.05.2011 - XI ZR 391/09 - Wirksamkeit eines Zahlungsvorgangs bei Personenidentität zwischen Zahlungspflichtigem und Zahlungsempfänger im Einzugsermächtigungsverfahren; Erforderlichkeit der Genehmigung der Lastschrift

Bundesgerichtshof
Urt. v. 10.05.2011, Az.: XI ZR 391/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 10.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 20200
Aktenzeichen: XI ZR 391/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Bonn - 24.03.2009 - AZ: 9 C 674/08

LG Bonn - 11.11.2009 - AZ: 5 S 91/09

Fundstellen:

BB 2011, 1921

BKR 2011, 439-440

DB 2011, 1974-1975

EWiR 2011, 665

InsbürO 2012, 119

Kreditwesen 2011, 1195-1196

MDR 2011, 1123-1124

NJW 2011, 8

NJW-RR 2011, 1347-1348

NWB 2011, 2849

NWB direkt 2011, 915

NZI 2011, 6

NZI 2011, 807-808

WM 2011, 1471-1473

WuB 2012, 381-382

ZBB 2011, 406-407

ZIP 2011, 1460-1462

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 684 Satz 2, § 670

Bei Personenidentität zwischen Zahlungspflichtigem und Zahlungsempfänger im Einzugsermächtigungsverfahren greift die Zahlstelle aufgrund eines von dem zahlungspflichtigen Kontoinhaber der ersten Inkassostelle erteilten Auftrags auf dessen Konto zu, sodass der Zahlungsvorgang mit vorheriger Zustimmung des Kontoinhabers erfolgt und deswegen von vornherein wirksam ist. Einer Genehmigung der Lastschrift bedarf es in diesem Fall nicht.

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 10. Mai 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers,
die Richterin Mayen und
die Richter Dr. Grüneberg, Maihold und Pamp
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Bonn vom 11. November 2009 aufgehoben.

Die Berufung des Klägers gegen das Endurteil des Amtsgerichts Bonn vom 24. März 2009 wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die weiteren Kosten des Rechtsstreits.

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