BGH, 10.03.2011 - IX ZB 168/09 - Entstehen der Obliegenheit eines Schuldners zum Abführen der Hälfte eines Vermächtnisses an einen Treuhänder erst mit dessen Annahme bei Eintritt des Erbfalls erst während der Wohlverhaltensphase

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 10.03.2011, Az.: IX ZB 168/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 10.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 12699
Aktenzeichen: IX ZB 168/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Potsdam - 13.01.2009 - AZ: 35 IN 173/02

LG Potsdam - 20.04.2009 - AZ: 5 T 85/09

Fundstellen:

DB 2011, 6

DNotI-Report 2011, 70

DStR 2011, 13

EBE/BGH 2011, 115-116

EE 2011, 94-95

ErbBstg 2011, 126

ErbR 2011, 222 (amtl. Leitsatz)

FamRB 2011, 379-380

FamRZ 2011, 809-810

FoVo 2011, 114-115

InsbürO 2011, 187-188

MDR 2011, 633-634

MittBayNot 2011, 421-422

NJ 2011, 386-387

NJW 2011, 6-8

NJW 2011, 2291-2292

NJW-Spezial 2011, 279

NotBZ 2011, 212-213

NWB 2011, 1601

NWB direkt 2011, 559

NZI 2011, 329-330

RENOpraxis 2011, 179

VuR 2011, 308-309

WM 2011, 660-661

WuM 2011, 240-241

ZAP 2011, 668

ZAP EN-Nr. 430/2011

ZEV 2011, 6

ZEV 2011, 327-328

ZEV 2012, 31-32

ZFE 2011, 237

ZVI 2011, 346-347

Amtlicher Leitsatz:

InsO § 295 Abs. 1 Nr. 2; BGB § 1953 Abs. 1, § 2180 Abs. 3

Tritt der Erbfall in der Wohlverhaltensphase ein, entsteht die Obliegenheit des Schuldners, die Hälfte des Wertes des Vermächtnisses an den Treuhänder abzuführen, erst mit der Annahme des Vermächtnisses (Ergänzung von BGH WM 2009, 1517 [BGH 25.06.2009 - IX ZB 196/08]).

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Fischer und Grupp und
die Richterin Möhring
am 10. März 2011
beschlossen:

Tenor:

Auf die Rechtsmittel des Schuldners werden der Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Potsdam vom 20. April 2009 und der Beschluss des Amtsgerichts Potsdam vom 13. Januar 2009 aufgehoben.

Der Antrag, dem Schuldner die Restschuldbefreiung zu versagen, wird auf Kosten der weiteren Beteiligten zu 1 zurückgewiesen.

Der Wert des Verfahrens der Rechtsbeschwerde wird auf 5.000 € festgesetzt.

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