BGH, 10.02.2011 - VII ZR 185/07 - Grundlagen zur Berechnung der Zeitspanne zwischen der Aufforderung des Gerichts zur Einzahlung des Gerichtskostenvorschusses und dem tatsächlichen Eingang bei Gericht bzgl. der Zustellung einer Klage als "demnächst" i.S.d. § 167 Zivilprozessordnung (ZPO)

Bundesgerichtshof
Urt. v. 10.02.2011, Az.: VII ZR 185/07
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 10.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 11413
Aktenzeichen: VII ZR 185/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Berlin - 03.03.2006 - AZ: 10a O 483/05

KG Berlin - 23.08.2007 - AZ: 27 U 89/06

Rechtsgrundlage:

§ 167 ZPO

Fundstellen:

AnwBl 2011, 202

BauR 2011, 885-886

BB 2011, 705-706

FamRZ 2011, 639

IBR 2011, 204

IBR 2010, 640

Info M 2011, 86

Life&Law 2011, 395-397

MDR 2011, 560

Mitt. 2011, 260 "Verzögerung der Zustellung demnächst"

NJ 2011, 5

NJW 2011, 8

NJW 2011, 1227 "Berechnung der Verzögerung"

NZBau 2011, 485-486

NZBau 2011, 6

RENOpraxis 2011, 180

RÜ 2011, 298-299

VersR 2012, 382

VRR 2011, 162

ZAP 2011, 612-613

ZAP EN-Nr. 393/2011

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 167

Die Zustellung einer Klage ist jedenfalls dann noch demnächst erfolgt, wenn die durch den Kläger zu vertretende Verzögerung der Zustellung den Zeitraum von 14 Tagen nicht überschreitet. Bei der Berechnung der Zeitdauer der Verzögerung ist auf die Zeitspanne abzustellen, um die sich der ohnehin erforderliche Zeitraum für die Zustellung der Klage als Folge der Nachlässigkeit des Klägers verzögert (Bestätigung von BGH, Urteil vom 20. April 2000 - VII ZR 116/99, BauR 2000, 1225 = ZfBR 2000, 466).

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs
hat auf die mündliche Verhandlung vom 10. Februar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka sowie
den Richter Bauner,
die Richterin Safari Chabestari,
den Richter Halfmeier und
den Richter Prof. Leupertz
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 27. Zivilsenats des Kammergerichts vom 23. August 2007 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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